Mit Pickelhaube in der Wüste

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Ein putziges Relikt des WM-Irrsinns ist wieder da. Die schwarz-rot-goldene Plastikpickelhaube wird zur EM neu aufgelegt. Dass jetzt die ersten EM-Devotionalien auftauchen, erinnert mich allerdings auch an einen Notstand, der im Sommer auf die ganze deutsche Community hier in London zukommt: EM-Gucken in der Fußballwüste. Ohne England oder ein anderes Team von der britischen oder irischen Insel wird das hier sehr traurig. Das Public Viewing dürfte sich auf Oasen des deutschen/internationalen Fußballs wie Zeitgeist-Pub, Famous 3 Kings und Bavarian Beerhouse beschränken. Mit der Preußenkappe ins bayrische Bierhaus? Ich glaube, ich mache lieber rüber nach Berlin.

Autor: Markus Hesselmann

Tagesspiegel-Korrespondent Markus Hesselmann über Britisches, Allzubritisches aus der Metropole des Pop, des Fußballs, der Kunst und der Politik.

2 Gedanken zu „Mit Pickelhaube in der Wüste“

  1. @tr: Habe spontan mal beim Goethe-Institut nachgefragt und ein bisschen Verwirrung gestiftet. „Fußball-EM? Die ist doch 2009“, sagte eine sehr freundliche Dame am Telefon. „Tut mir leid. Ich bin kein Fußballfan.“ Dann fragte sie bei informierten Kreisen im Hause nach und erfuhr, dass es leider diesmal kein Public Viewing dort gibt.

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