Gruß aus der rauchfreien Zivilisation

Ethnologisch interessant, aus London die Raucherdebatte in Berlin zu verfolgen. Wegen der unsinnigen Übergangszeit beim Rauchverbot schlagen sie sich die Köpfe ein, natürlich deutsch geregelt mit Bürgerinitiativen, Unterschriftenaktionen und Verfassungsklagen. Der Berliner Raucher-Fascho feiert derweil fröhliche Urständ im straffreien Raum: Hier rauche ick, det is mein Recht, so lange keen Bulle kommt, und mir kann sowieso keener. Da ist er sich einig mit dem Raser- und dem Hundehalter-Fascho. Einsicht ausgeschlossen. Lieben Jruß aus London. Schön, hier in der Zivilisation zu leben, mit rauchfreien Pubs, staugebremsten Autos und kackfreien Bürgersteigen. (Mehr hier.)

Autor: Markus Hesselmann

Tagesspiegel-Korrespondent Markus Hesselmann über Britisches, Allzubritisches aus der Metropole des Pop, des Fußballs, der Kunst und der Politik.

3 Gedanken zu „Gruß aus der rauchfreien Zivilisation“

  1. Nach ein paar Streifzügen durch Prenzlauer Berg habe ich erfreulicherweise einen massiven Gaststättenaschenbecherschwund festgestellt. Und dort, wo es keine Aschenbecherschwund gibt, wird auch nicht geraucht: da kann man endlich unbeschwert Essen gehen.

    Was es aber – im Kontrast zum regelwütigen Inselkönigreich – nicht gibt, sind eindeutige Rauchverbothinweisschilder u.ä.


    http://www.berlin-faq.com/blog/

  2. (Ups, Kopierfehler: sollte heissen „Und dort, wo es keine Aschenbecher gibt…)

  3. es gibt auch den Typ des Gutmensch-Fascho der nicht totgehn will und deswegen die Anderen nervt.
    Das Leben ist immer zu kurz 🙂

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