Ein neuer Name für Mohammed den Maulwurf

Der britische Kinderbuchautor Kes Gray verschiebt die Neuauflage seines Buchs „Who’s Poorly Too“, weil dort ein Maulwurf namens Mohammed vorkommt. „Ich habe ja keine Ahnung gehabt, dass dies eine sensible Angelegenheit ist, bis zu dem Fall im Sudan“, sagte Gray laut Times Online. „Als ich die Nachrichten schaute, dachte ich, o je, ich habe da einen Maulwurf, der Mohammed heißt. Das ist nicht gut.“ Gray sagte weiter, er habe Mohammed eigentlich für einen harmlosen Jungennamen gehalten und mit seinem Buch Kinder über Kulturgrenzen hinweg ansprechen wollen. Das Bilderbuch hat sich 40 000 mal verkauft seit seinem ersten Erscheinen 1999. Beschwerden gab es bislang keine und die britischen Muslime haben sich in dem sudanesischen Fall sofort mit ihrer Landsmännin Gillian Gibbons solidarisiert , als die Lehrerin in Khartum eine Woche im Gefängnis sitzen musste, weil ihre sudanesischen Schüler einen Teddybären Mohammed genannt hatten. Trotzdem heißt der Maulwurf ab sofort Morgan.

Vergleiche auch: Adam the Muslim Prayer Bear.

Autor: Markus Hesselmann

Tagesspiegel-Korrespondent Markus Hesselmann über Britisches, Allzubritisches aus der Metropole des Pop, des Fußballs, der Kunst und der Politik.