Eilmeldung Hundedreck

Was lese ich da von fern auf der Tagesspiegel-Homepage: „Der Hundedreck soll weg.“ Wie jetzt, Berlin ohne Häufchen? Nicht wirklich: Ein „Pilotprojekt“ kommt, „Dog Service Stations“, ein Jahr lang in zwei Bezirken, damit „nicht ganz so viel Hundekot“ liegen bleibt, wie es im weiteren Text schon deutlich bescheidener heißt. Warum werden stattdessen nicht einfach hohe Bußgelder für rücksichtslose Hundebesitzer eingeführt und auch verhängt, wie in zivilisierten Städten – zum Beispiel London – schon lange selbstverständlich? Und was dann doch noch liegen bleibt, macht die Stadtreinigung weg, eigentlich auch selbstverständlich. Stattdessen: Stadtmöbel. Eine echt Berlinische Lösung.

 P.S.: Viele Grüße von meinem Berliner Freund Dirk. Der sitzt im Rollstuhl und freut sich besonders, wenn er durch die Scheiße fährt. Und leider wohnt er in keinem der beiden „Pilotbezirke“.

Autor: Markus Hesselmann

Tagesspiegel-Korrespondent Markus Hesselmann über Britisches, Allzubritisches aus der Metropole des Pop, des Fußballs, der Kunst und der Politik.

3 Gedanken zu „Eilmeldung Hundedreck“

  1. Warum nicht als Vorbild in die Schweiz schauen? In der Hauptstadt Bern z.B gibt es gut verteilt in der ganzen Stadt und natürlich in den Parks Behälter mit frei entnehmbaren Plastiktüten. Jeder Hundebesitzer kann problemlos das „Geschäft“ seines Lieblings mit der Plastiktüte aufheben, zuknoten und in den Behälter werfen. Fertig. Unbürokratisch. Selten eine so Hundekotfreie Stadt gesehen. Man kann die Tüten dort auch in Tierfachgeschäften kaufen und hat auf Vorrat dann immer eine dabei. Warum kann das hier nicht auch funktionieren?

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