Deutsche Bahn: Do not board

Bahnchaos. Essen Hauptbahnhof, nicht Liverpool Street oder Tottenham Hale. Der Zug aus München fährt ein, mit einer souveränen halben Stunde Verspätung. Dieser Zug endet hier. Bitte nicht einsteigen. Eigentlich sollte vom selben Bahnsteig ja längst der Zug nach Berlin abfahren. Verwirrung. „Ist das der Zug nach Berlin?“, fragt ein ungeübter Fahrgast freundlich den köfferchenrollenden Bahnmann, der mit Dienstschluss-Miene aus dem München-Zug gestiegen ist. Der spitze Bahnmann-Finger fährt aus und sticht aufs elektronische Türdisplay. „Lesen, nur lesen“, blafft der Oberlehrer in Uniform. Nicht einsteigen, do not board, steht da ordnungsgemäß. An der nächsten Zugtür wiederholt sich die Übungseinheit. Derselbe Bahnmann, ein anderer Fahrgast. Welcome to Germany. Schön, wieder zu Hause zu sein und sich so rasch auch wieder zu Hause zu fühlen.

Autor: Markus Hesselmann

Tagesspiegel-Korrespondent Markus Hesselmann über Britisches, Allzubritisches aus der Metropole des Pop, des Fußballs, der Kunst und der Politik.

7 Gedanken zu „Deutsche Bahn: Do not board“

  1. Tja, sobald der Deutsche eine Uniform trägt, wird er mindestens zum Feldwebel oder zum Lehrer. Altes Phänomen. Schlimmes Phänomen.

  2. Das ist ja ein Zufall ich bin an dem Tag auch wieder zurück nach Berlin (war zur Immatrikulation in Duisburg) und hatte ein ähnliches Problem wobei ich aber freundlich behandelt wurde^^

  3. Zugverspätungen häufen sich, seit die frühere Bundesbahn privatisiert wurde.Ob ein Zugbeamter freundlich ist oder sich eher unfreundlich gibt, ist von Person zu Person verschieden. Ich habe schon äußerst freundliche und hilfsbereite Beamte erlebt, gelegentlich auch das Gegenteil, aber selten.

  4. Ich kann das, was über die Unfreundlichkeit der Bahnbediensteten geschrieben wird,, nicht bestätigen.Vor meinem Umzug nach Berlin fuhr ich häufig mit der Bahn und selbst bei Verspätungen blieb das Personal immer hilfsbereit, auch wenn es von den Reisenden mitunter wüste Beschimpfungen über sich ergehen lassen mußte. Verspätungen werden z.B. in Hannover laufend durchgesagt, das gilt auch für Zugausfälle
    Natürlich gibt es immer wieder Situationen,, z.B. den „Betriebsstörungen“ (Unfälle, Umleitungen),wo das Personal überfordert ist. Das liegt dann aber an den übergeordneten Stellen, die Informationen nicht oder nicht rechtzeitig nach unten weiterleiten.
    Allerdings ist wirklich festzustellen, die Privatisierung hat tatsächlich mehr Unregemäßigkeiten im Betriebsablauf bewirkt. So können Ersatzzüge nicht oder nicht in ausreichender Zahl zum Einsatz kommen, weil keine Reserven an rollendem Material oder an Ersatzpersonal zur Verfügung stehen.

  5. Solche Erfahrungen sind mir fremd.
    Vielleicht liegt das daran, daß ich nie die Bahn benutze.

  6. Bei meinen regelmaessigen Besuchen in Deutschland bin ich immer wieder erstaunt, wie sehr sich die Servicementalitaet in den letzten Jahren zum Positiven hin veraendert hat (das gilt uebrigens auch fuer Frankreich), waehrend die Leute in GB immer unfreundlicher und ruppiger werden (v.a. Busfahrer, Bahnangestellte, Verkaeufer).

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