Carpe Berlin: Scheißt auf diese Stadt!
Meinem heiligen und gerechten Zorn über Hundehalter habe ich hier schon mehrfach Ausdruck verliehen. Und der vagen Hoffnung, dass sich durch Walls orangefarbene Hundescheißeauffangstationen zumindest bei uns im Schöneberger Kiez vielleicht etwas bessert. Recherchen beim Heimatbesuch ergeben: Es sieht nicht so aus. Und es riecht auch nicht so. Jeden schönen Sommermorgen liegt in diesen Tagen wieder die frische Kacke dampfend auf dem Bürgersteig. Diese feigen Typen treten nämlich nachts auf, im Schutze der Dunkelheit. Und wenn man doch einmal einen von ihnen am hellichten Tag mit seiner Kotpumpe in Aktion sieht und Herrchen oder Frauchen freundlich darauf anspricht, wird man hysterisch angeplärrt: “Was geht Sie das an?” Natürlich geht mich das was an, wenn vor meine Haustür geschissen wird. Warum scheißen Sie nicht vor Ihre eigene Haustür? Was ist in der Erziehung dieser Leute falsch gelaufen? Was geht in ihren Köpfen vor? Und warum stört das alles niemanden in Berlin? Warum gibt es keine Bürgerinitiativen gegen den ausufernden Scheiß wie in Wien oder in München? Warum profiliert sich kein Lokalpolitiker über das Thema? Und warum kommen Berlins Hundebesitzer nicht wie Londons Hundebesitzer einfach selbst auf den Trichter, dass sie sich asozial verhalten, wenn sie den Dreck ihrer Köter nicht wegmachen? Und diese Dreckschleudern sind ja massenhaft unterwegs, wie die Tonnen von Scheiße auf Berliner Straßen uns täglich vor Augen und Nasen führen. Wer sich beim bezirklichen Ordnungsamt die Nachfrage gönnt, warum weder hinreichend kontrolliert noch saubergemacht werde, erhält von einer freundlichen Mitarbeiterin die Antwort, dass man trotz allen Streifelaufens nichts machen könne, da man die Hundebesitzer ja auf frischer Tat ertappen müsse. Ein anderer Ordnungsamtmann forderte mich auf, doch dem Bürgermeister zu schreiben. Ok, mach ich, wie heißt unser Bezirksbürgermeister doch gleich? Nein, nicht dem Bezirksbürgermeister, sondern Herrn Wowereit solle ich schreiben. Ich bin mir nicht sicher, ob das was bringt. Der hält den Scheiß doch sicher für imagefördernd. So wie die Leute von der Website Carpe Berlin:
Gesehen an einem Motorrad in Schöneberg - mit Kölner Kennzeichen.
P.S.: Wie es ein zivilisierter Schweizer sieht, den es für einige Zeit in die Welthundehaufenhauptstadt verschlagen hat, steht hier hinter diesem Link.
P.P.S.: Noch etwas zum Thema gibt es hier.
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Die Hundehaufen sind auch mir nicht verborgen geblieben. Jedoch habe ich wider der Aussage von Markus Hesselmann einen anderen Eindruck des mehrsprachigen Kulturportals CarpeBelrin (http://www.carpeberlin.com) erhalten. die Site unterscheidet sich in erster Linie durch seine alternative Berichterstattung, welche zudem beswonderen Fokus auf Migranten, aber auch Schwerbehinderte und Homosexuelle in der Hauptstadt legt. Darüber hinaus bietet diese Site einen guten Einstieg für Berlin-Reisende durch die Bereitstellung von Audioguides. Ich denke, dass das Carpeberlin-team nicht wirklich auf die Stadt scheißt, sondern einen ironischen Zusammenhang zwischen dem Spaßfaktor in diversen Ecken der Stadt und der Frequenz von Hundehaufen stellt. Dafür sieht der Hund doch einfach zu nett aus, oder? :-)
P.S.: Manches Mal hilft auch ein Eisbeutel.
P.P.S.: Komisch, dass sich Obamas Wahlkampfmanager nicht für München entschieden, als sie eine attraktive Kulisse für die amerikanischen Fernsehkameras suchten. Hat denen denn niemand gesagt, wie herrlich leergefegt die Straßen und Wege in der Stadt an der Isar sind?
Hundekot ist in allen Grossstädten ein Problem, rund um die Welt. Ausserdem ist es ein Wohlstandsproblem. Berlin kann also nicht so arm sein, oder? In armen Städten gibts weniger privat gehaltene Köter. Dafür umsomehr streunende.
In kleineren Städten funktioniert die gegenseitige Kontrolle etwas besser; aber auch nur etwas.
Allgemein helfen nur entsprechende Bürgerinitiativen, wenn man nicht gerade diktatorische Massnahmen a la Singapure ergreifen kann. Hundeagenten, die den primitiven Hundehaltern auf primitive Art und Weise die Rückstände ihrer Lieblinge drastisch präsentieren.
Anders geht's wohl nicht.
Gruss aus der genauso geplagten Schweiz.
Natürlich hat Markus Hesselmann in der Sache vollkommen recht.
Aber wenn einer erstens einen Vergleich zwischen Berlin und München anstellt, und dabei zweitens zu dem Ergebnis gelangt, dass München bei diesem Vergleich eindeutig besser wegkommt: dann kann er doch nicht ernsthaft erwarten, dass es keinen Widerspruch gibt. (Und für den Vergleich mit Wien gilt natürlich dasselbe.)
Klar gibt es Städte, die aufgeräumter, ordentlicher und sauberer sind als Berlin. Aber kaum einer ist doch gezwungen, sich in Berlin niederzulassen. Und trotzdem reisen in keine andere deutsche Stadt so viele Menschen aus aller Welt in ihrer Freizeit so gerne wie ausgerechnet nach Berlin. Tja. Irgendwas muss es ja sein, was Berlin anderen Städten voraus hat... Und das kann eben niemand wegdiskutieren - auch wenn es die Münchner und die Wiener natürlich immer wieder gerne versuchen. (Was jetzt aber nicht heißen soll, dass ich Markus Hesselmann nachsagen möchte, dass er in Wahrheit ein Münchner oder ein Wiener sei. Nein, nein. So etwas würde ich niemals behaupten. Ich weiß schon was sich gehört...)
Robidog ist ein ganz einfaches Kastensystem. In 1700 Schweizer Gemeinden sind 40 solche Kästen verteilt und haben eigentlich ganz guten Erfolg. So guten Erfolg, dass man sich immerhin richtig nervt, wenn man einen Hundehaufen sieht.
http://lookatberlin.wordpress.com für den allgemeinen Blog
oder direkt für Hundekot-Systeme:
http://lookatberlin.wordpress.com/2008/07/29/hundehaufen-ii-die-losungsansatze/
Zudem finde ich die Aussage, das gehöre eben dazu - in anderen Städten sei es doch auch so (was es ja nicht ist) - lächerlich! EGAL wieviel Hundekot in anderen Städten rumliegt: allein der Fakt, dass hier auf den Straßen überall Scheiße verteilt ist, sollte die Menschen stören und sie dazu bringen etwas dagegen zu tun!
Die Menschen, die Berlin ständig mit anderen Städten vergleichen und sich an jenen messen, werden die Stadt wohl auch erst als echte Metropole akzeptieren, wenn pro Tag mindestens ein bestialischer Raubmord geschieht - in London ist es ja auch so - "das gehört eben dazu"!
Denen hat man wohl ins Gehirn ge...hustet.
@ Paul Seitz
Entschuldigung, Alexander. Aber es gab nun wirklich keinen Grund, sich "speziell" an mich zu wenden, um den Gedanken loszuwerden, dass die Attraktivität Berlins keine Entschuldigung dafür sein könne, "dass überall Hundekot herumliegt". Wie sich unschwer nachprüfen lässt, habe ich ja schließlich weiter oben ausdrücklich geschrieben: "Natürlich hat Markus Hesselmann in der Sache vollkommen recht."
Abgesehen davon stimme ich aber dem Kommentar von Paul Seitz voll und ganz zu. Es geschieht weitaus Schlimmeres in Berlin, über das man sich "aufregen"(!) müsste. Und über dieses Schlimmere sollte niemand schweigend hinweggehen - gerade dann nicht, wenn man die Stadt und die Menschen mag.
Hundekot und Graffiti sind natürlich auch kritikwürdig. Aber sie sind doch nicht eine solche Aufregung wert! Und was immer auch für München oder Wien sprechen mag: diese Städte können für Berlin kein Vorbild sein! Berlin ist nicht in erster Linie ordentlich und hübsch, sondern bunt und schräg. Letzteres macht ein Stück weit die besondere Attraktivität von Berlin aus. (Ein Stück weit! Okay? Die Stadt hat auch andere Seiten, das genauso wichtig sind.)
P.S. An Hundekot habe ich nicht gedacht, als ich von "bunt und schräg" sprach. Wie denn auch? Bislang habe ich mir die Beschaffenheit dessen, was da auf dem Boden so herumliegt, noch nie so genau angeschaut. Also: das war nicht gemeint!
@ Paul Seitz
Falls der frühere New Yorker Bürgermeister Rudolph Guiliani (ein Republikaner!) recht hatte - und es spricht viel dafür, dass er recht hatte - dann gibt es sogar einen Zusammenhang zwischen Graffiti auf der einen Seite, und Gewalt auf der anderen Seite. Giulianis These lautete wie folgt: Dort wo Graffiti an den Hauswänden oder in U-Bahnhöfen zu sehen ist, wird jedermann unbewusst signalisiert, dass er sich in einer Art von rechtsfreiem Raum bewegt. Die passive Hinnahme von Sachbeschädigung (durch das Anbringen von Graffiti an fremdem Eigentum) signalisiert potenziellen Tätern und Opfern, dass auch andere Straftaten folgenlos verübt werden könnten. Folglich wird durch Graffiti bei den einen die Gewaltbereitschaft gesteigert, während bei anderen ein Gefühl der Unsicherheit und der Bedrohlichkeit erzeugt wird.
Nicht dass einer glaubt, ich hätte hier die Graffitisprüher verteidigen wollen. Nee, nee. Die vielen Graffitis sind schon ein sehr ernstes Problem. Viel gravierender als zum Beispiel der Hundekot auf den Straßen. Der Hundekot ist nämlich nur für 'bootlicking Germans' gefährlich - aber die sind an Zahl bestimmt kleiner als jene 200.000 Berliner, die Obama zujubelten - auch wenn ein deutscher Journalist dies offebar anders sieht.
http://greendaniel.blogspot.com/2008/07/wir-scheissen-kreuzberg-zu.html
sie quatschen aber auch nur dünnes von vorne bis hinten. kaum wird eine ihrer aussagen widerlegt stürzen sie sich auf das nächste thema.
sie müssen hier nichts reinschreiben, wenn sie ohnehin nichts zu sagen haben.
ich bin übrigens alles andere als spießer - weiß sogar wie man eine sprühdose benutzt - aber das herumgescheiße (manchmal auch verbal) geht mir ordentlich auf den zeiger.
(Als Egomanen bezeichnet man eine unter dem Symptom Egomanie (v. griech. bzw. lat. ego = ich + griech. μανία manÃa = Raserei; auch Ich-Sucht) leidende Person. Der Betroffene hat das Bedürfnis, stets im Mittelpunkt allen Handelns und Geschehens zu stehen. Ursache dafür ist ein krankhaft übertriebenes Selbstwertgefühl. In abgeschwächter Form handelt es sich um eine Persönlichkeitsstörung. Oft tritt Egomanie als eine von mehreren Symptomen einer Manie im Rahmen einer bipolaren Störung (manisch-depressive Krankheit) auf, und wird dann meist von Megalomanie (Größenwahn) begleitet.
Ich bin zwar nicht so blind, dass es mir nicht gelänge, auf dem Gehweg den Stellen auszuweichen, in die man lieber nicht hineintreten möchte - aber so blind, dass es mir trotz besten Willens nicht gelingt zu erkennen, inwiefern es hier jemandem gelungen sein soll, meine Aussagen zu widerlegen: so blind ich schon. Wenn Sie doch bitte so liebenswürdig wären, mir mal ihre Brille auszuleihen: Wo bin ich denn hier von wem widerlegt worden?
Selbst wenn man ein Gespräch unter Hundebesitzern führt, warum denn nun der Gesprächspartner gegenüber sich nicht in der Lage sieht die Hinterlassenschaften seiner Vierbeiners zu entsorgen erntet man häufig die interessantesten Antworten.
Vorzugsweise gutangezogene Damen kontern mit dem Todschlagargument: "Ich zahle ja dafür Steuern!". Auch wird mitunter der Mangel an Müllbehältern als Grund angeführt (da kann ich für Köpenick/Friedrichshagen nur zu stimmen).
Wie dem auch sei, es ist einfach "SCHEISSE" von den Besitzern und das Ordnungsamt ist unfähig. Diese haben zwar die ORDNUNG und Sicherheit auf Ihrer "todo"-Liste doch ist es einfacher sich an wehrlosen Fahrzeugen zu vergreifen, denn die laufen nicht davon und halten auch noch still, wenn ihnen listig von hinten an den Wischer gegriffen wird. Weiterhin legen sich die älteren Damen des Amtes auch nicht freilaufenden Terriern und deren kurzhaarigen stiernackigen Herrchen an, selbst wenn sie daneben stehen würden.
Es muss einfach in den Köpfen der Menschen ankommen, da hilft uns kein Gesetz oder Amt oder irgendeine Initiative denn das ist ein evolutionärer Vorgang und der dauert bekanntlich lange.
schönen Abend noch ich geh' jetzt mit meinem Hund spazieren
Wo genau kann man sich denn engagieren? Gibt es bereits Initiativen gegen das Hundekotproblem?
Ich finde es auch schlimm, wie es auf Berlins Straßen aussieht!
Berlin ist meiner Meinung nach die beste Stadt in der man leben kann und ich bin nach einigen Aufenthalten in anderen Großstädten der Welt bewusst wieder nach Berlin zurückgezogen. Doch nirgends sonst gab es soviel Hundekacke auf der Straße! Selbst dort wo bereits Beutelspender aufgehängt wurden (z.B. hier im Neuköllner Körnerpark-Kiez), hat sich nichts gebessert. Ich finde auch, es muss etwas geschehen, um ein Umdenken in der hundebesitzenden Bevölkerung zu erreichen und bin dankbar für alle Hinweise dazu wo man sich engagieren kann.
Es wird in den nächsten Wochen die www.nasserpappkarton.de geben. Ab 01.08.2008 funktioniert die E-Mail:info@nasserpappkarton.de. Wer sich meldet, erhält dann auch eine E-Mail, wenn die Internetseite online ist und alles los geht. Die Initative wird wohl in Mitte/für Mitte zunächst starten,aber das soll ja kein wirkliches Problem sein, wenn man gemeinsam beginnen will.
nasserpappkarton wird das Halterproblem/Menschenproblem, das hinter dem Kothaufen wirklich steckt, in den Mittelpunkt der Arbeit stellen. Der Hund selber ist ein Lebewesen, das sich erziehen lässt und ist deutlich nicht Schuld am Problem.
Ferner engagiert sich der ehrenamtliche Tierschutzbeauftragte Herr Lüdcke, der in der Umweltverwaltung angesiedelt ist für die Einführung des "Hundeführerscheins" und für mehr Auslaufgebiete im Innenstadtbereich. Kürzlich war folgender Satz in der Berliner Mopo zu lesen"...In der jahrzehntelang geführten Debatte um die Menge des Hundekot in der Stadt habe es sich gezeigt, dass diese Areale (gemeint ist Innenstadtbereich) "im wesentlichen sauber sind"."
Interessant ist hier auch der Hinweis auf den Taubenkot der ca. 25.000 frei lebenden Vögel und 10.000 frei lebende Katzen und deren Kot. Der Taubenkot kann für Mensch und Tier krankheitserregend sein und ist überall zu finden, z.B. auf dem Auto, auf Fenstern usw.
Weitere Initiativen werden von "Hundeschulen" angeboten.
Sie sehen es ist Bedarf, dass sich weitere bilden pro Kietz oder pro Bezirk und das man sich dann vernetzt.
In der Berliner Politik ist das Thema einfach "unerwünscht" und wird nicht als wichtig erachtet (eigene Erfahrung). Auch hier braucht es "leidensfähige" Menschen, die aktiv einsteigen und ihr Thema versuchen einzubringen, bis es gemeinschaftlich klappt.
Viele Grüße
Stattdessen jammert der Senat öffentlichkeitswirksam rum "Oh Gott, das ist so teuer, wie sollen wir das bezahlen".
Gleichzeitig kann man die Hundeauslaufgebiete für Hunde an beiden Händen abzählen.
Mehr Hundeauslaufgebiete -> Weniger Dreck auf den Straßen.
Es ist also auf beiden Seiten ein Umdenken gefragt.
Davon abgesehen versteh ich diese Stadt sowieso nicht. Sauertöpfisch war das erste Adjektiv was mir in den Sinn kam als ich Berlin vor einiger Zeit kennenlernte. Das ging sogar schon richtig in die Sprache über, der Berliner Dialekt hat schon eine durch und durch depressive und "resignierende" Sprachmelodie ohne jeden Elan oder Freude. Ich hab auf den Kleinen einer Freundin aufgepasst und bin mit ihm auf einen Spielplatz, da mußte ich dann mit ansehen dass ein Herr mit übermäßig großem Bauch und (so würd ich das nennen) in Unterwäsche gekleidet mit seinem Hund über den Spielplatz ging (!!) mit seinem Hund zum Beinchenheben, Rutsche, Schaukeln etc. stehen dort wie bei vielen Spielplätzen in einem großen "Sandkasten", also einem umfassten Bereich in dem der Boden mit Sand zum Spielen für die Kinder bedeckt ist. Dort hat er seinen Hund reinmachen lassen, mit voller Absicht hat er seinen Hund dort hin geführt.
Ich weiß nicht was in dem vorging, ich wusste nichtmal was ich sagen soll dass hat mich absolut sprach- und fassungslos gemacht. Jeder der kann sollte aus dieser Stadt verschwinden, zumindest wenn er kein "Szenemensch" ist und einfach nur ein normales Leben führen will.
Wer schrieb hier einen 16 Zeilen (!) langen Kommentar, um eine bestimmte deutsche Stadt runterzumachen? Ich oder Sie? Wer hat hier einen Minderwertigkeitskomplex?
Wer hat eigentlich erlaubt, dass kleine Kinder dort frei herumlaufen ?
Armes München. Es ist nicht die Hauptstadt! Und war nie durch eine Mauer geteilt!
Diese armen Münchner!
Na gut, die Allianz-Versicherung ist der größte deutsche Finanzkonzern. Hauptsitz ist München. Vor dem Krieg war der Hauptsitz noch in Berlin.
Und Siemens ist ein Gigant unter den deutschen Industrieunternehmen. Hauptsitz ist München. Vor dem Krieg war der Hauptsitz noch in Berlin.
Berlin hat den Münchnern also schon recht viel von dem abgegeben, woraus wirtschaftlicher Wohlstand hervorgehen kann - und einen hohen Preis für die politischen Folgen bezahlt, die von jener Bewegung verursacht wurden, die einst von München ausging (ehedem deutschlandweit auch als 'Hauptstadt der Bewegung' bekannt).
Fehlt jetzt nur noch, dass ein Münchner daherkommt, um zu sagen: "Ihr selbstsüchtigen Berliner habt uns aber nicht die Mauer gegeben, sondern sie ganz alleine für euch behalten."
Ich bin noch nie gerne ins Glück getreten, seit ich meinen ersten Hund habe hat sich daran nichts geändert. Und Slalomlauf auf dem Gehweg, das muss auch nicht sein.
@ FlowinBeatz: Ab dem 2. Hund zahlt man 180,- € und wenn dann reinigt die BSR die Stadt. Die Hundesteuer wird übrigens als sog. Luxussteuer erhoben und ist nicht mit einer zweckgebundenen Gebühr zu verwechseln. Hier wäre in der Tat ein Umdenken in der Politik wünschenswert, dann könnten Mittel aus der Hundesteuer/-gebühr für gezielte Reinigung, oder noch besser, flächendeckend Hundetoiletten, bereitgestellt werden.
Aber das ist mehr als Wunschdenken, schließlich hat sich der Senat ja schon lange vom Cafe Wellblech verabschiedet und diese für menschliche Bedürfnisse unabdingbaren Einrichtungen privatisiert.
Baumscheiben sind im Übrigen auch nicht als Hundetoilette geeignet. Mal abgesehen davon, das man als Fußgänger dort durch muss um die Fahrbahn zu überqueren oder als Beifahrer aussteigt, es ist einfach ekelhaft und tut den Bäumen auch nicht gut.
Ihre Rechnung: "Mehr Hundeauslaufgebiete = weniger Haufen auf der Straße" geht leider auch nicht auf. Sicherlich sind die Auslaufgebiete schon im Sinne einer vernünftigen Tierhaltung wichtig, aber wie wollen sie die denn flächendeckend in Berlin so verteilen, das die Wege dorthin so kurz werden, das sich der Hund erst dort löst? Das wäre mit Hundetoiletten eher zu lösen.
@ topinambur: Ich teile ihre Erfahrungen. Es gibt tatsächlich leute die glauben, mit der Hundesteuer eine Art von Freifahrtschein erworben zu haben. Vor Jahren bin ich beim Googeln nach dem Hundesteuergesetz auf eine ältere Version gestoßen, die eine Formulierung enthielt, die diesen Trugschluß begünstigte.
Man sollte auch nicht vergessen, das gerade ältere Hundehalter noch mit einer funktionierenden BSR aufgewachsen sind. Da waren je nach Größe der Straße bis zu dreimal in der Woche die Straßenfeger in kleinen Gruppen unterwegs und haben alles gründlichst gereinigt. Jetzt kann man Glück haben wenn einmal im Monat jemand mit dem Kommunalfahrzeug über den Gehweg brummt und eine Schneise durch den Dreck fräst.
@ neuker: Man kann sehr gut beides machen, Kommentare schreiben um die Diskussion anzustoßen oder fortzuführen und Leute ansprechen.
Anderen Hundehaltern biete ich gerne mal eine Plastiktüte an, bin in sechs Jahren aber erst zwei losgeworden. Die meisten Angesprochenen gehen mit abgewendetem Gesicht davon oder setzen zu Hasstiraden an.
Die BSR könnte ihr Schärflein beitragen um das Problem zu lösen, indem die Reinigungsintervalle der Gehwege verkürzt und die Zahl ihrer "Filialen" an Straßenlaternen verdoppelt würde. Denn es gibt ja noch die dritte Sorte Hundehalter. Die wickel den Haufen in ein Papiertaschentuch oder nehmen eine Plastiktüte, lassen das Ganze dann aber an der Hauswand oder am Bordstein liegen.
(Kämpfen Aktivbürger so gegen Hundehaufen?) angezeigt habe und auch Herr Onken zustimmte, dass die Beiträge den zulässigen Rahmen inhaltlich gesprengt haben.
Beste Grüße und Dank.
Sie urteilten über einige der Kommentare, die hier geschrieben wurden, "dass damit mit Sicherheit keine Diskussion angestossen wird". Entschuldigung. Vielleicht lesen Sie sich noch einmal den Beitrag von Markus Hesselmann durch. Da geht es nicht nur um das Problem des Hundekots, sondern da wird nebenbei auch kräftig Stimmung gegen Berlin gemacht. Ich war offenbar nicht der einzige Leser, den vor allem dieser zweite Aspekt zum Schreiben eines Kommentars veranlasst hat. Um eine Diskussion über die Problematik des Hundekots anzustoßen, muss man nicht gleich die Stadt an sich an den Pranger stellen. Das ist aber geschehen, und daher nahmen die Leser eben auf unterschiedliche Aspekte von Markus Hesselmanns Beitrag Bezug.
er(typ lehrer, ca. 40 ): "das machen sie noch weg, nicht!?"
ich: "das lassen sie mal meine sorge sein"
er: "das ist auch meine sorge"
ich: " das lassen sie mal meine sorge sein, ich lasse mich doch nicht von ihnen belehren"
er: " das ist auch meine sorge, wenn ich da mein fahrrad anschließ, möchte ich es nicht in die scheiße stellen"
ich:" ich lasse mich nicht von ihnen belehren, kümmern sie sich um ihren eigenen scheiß"
er: " pass auf, wenn die scheiße nachher nicht weg ist, und ich dich hier nochmal sehe, dann hau ich sie dir in die fresse!"
ich gehe auf ihn zu, stelle mich vor ihn hin: " was willst du, du arsch! schau mal hier ( ich halte ihm die((noch lehre)) kacktüte vor die nase) das kannst du jetzt gleich in die fresse haben. keine angst, den hund bring ich weg"
er: "nö, warum denn"
ich: " na dann leck mich am arsch"
ich gehe wieder richtung häufchen.
er murmelt etwas unverständliches.
ich: " was willste? sprich laut mit mir"
er: "nö, ich rede ja mit mir"
ich: " ich kann wirklich den hund wegbringen"!
er: "witzfigur!"
ich: " komm, ich bring den hund weg und dann trete ich dir in den arsch. so richtig schön in den arsch treten, na, dass ist doch was!?"
er: " wenn ich später schaue, und die scheiße ist nicht weg, gibt’s ärger"
ich: na da bin ich ja gespannt"
er geht ins haus.
ich lasse die scheiße natürlich liegen. gegen abend habe ich sie dann doch ins tütchen gepackt, und ihm ans lenkrad gehangen. wahrscheinlich war er es, der mir ein paar tage später einen haufen auf die motorhaube legte. ob es hundescheiße war habe ich nicht weiter nachgeprüft, und es dabei auch belassen.
also, ich mache die scheiße weg, wenn der wullewutz auf den gehweg kackt, oder dahin, wo andere leute damit in kontakt treten könnten.
die scheiße entferne ich nicht, wenn "blockwarte" neben mir stehen und mich überwachen. wenn der hund noch nichtmal fertiggeschissen hat, und ich schon aufgefordert werde, die scheiße weg zu machen. wenn der wullewutz neben fünf andere haufen geschissen hat. wenn der hund zwischen, neben oder auf anderen dreck und müll ( papierdreck, dosen, einwegspritzen, grillreste, glasflaschen, presspappe, alte fernseher, computer, waschmaschinen etc, ) scheißt.
Ein Super-Beitrag. Und sehr gut erzählt. Ich kann mir die Situation so richtig gut vorstellen. Diese Typen mit ihrer Blockwart-Mentalität sollten am besten nach Stuttgart ziehen. Für die gibt es dort extra die 'Kehrwoche'. Angeblich gehört's bei den Schwaben zum guten Ton, dem Nachbarn eine kräftige Standpauke zu halten, wenn er beim Fegen des Weges auch nur ein einziges Lindenbaumblatt liegenließ. Schrecklich diese Typen!
Bravo zu ihrer infantilen Trotzhaltung!
Den Haufen liegen lassen wenn schon andere da sind. Prima. Irgend ein Knallkopf wird sich gedacht haben: "Hoffentlich gibt es noch andere wie mich, dann fällt "mein" Haufen nicht mehr auf", und mitten mang dem menschlichen Müllberg, auch ein Zeichen asozialen Verhaltens. Macht den Mitmenschen der BSR bestimmt eine Menge Spaß beim Abräumen von Waschmaschinen oder was auch immer, ihren Haufen zu umschiffen.
Drecksack, sorry.
ich sehe nun wirklich keinen großen unterschied zwischen drei oder vier haufen auf einer stelle. wenn sämtliche hunde auf die gleiche stelle scheißen würden, hätten wir das problem auch nicht. und anders herum wird ein schuh draus: wenn schon drei haufen daliegen, fällt mein wegmachen keinem schwein auf.
man müsste tatsächlich mal einen bsr-mitarbeiter fragen, was ekeliger ist: hundescheiße wegmachen oder eine an den straßenbaum gelehnte, vollgesiffte (kalte bauern und ähnliches) matratze zu entsorgen.
...und um gottes willen, entschuldigen sie sich nicht gleich nach einer beleidigung! das ist ja widerlich! entweder tacheles reden oder sein lassen.
Mit freundlichen Grüßen
Pooky (Hundeliebhaber)
Mit freundlichen Grüßen
Pooky
"Durchs Regenwasser werden außerdem unter anderem Reifenabrieb, Hundehaufen und sonstiger Straßenschmutz in die Spree gespült."
So steht es in der aktuellen Berichterstattung über das neueste Spreereinigungsprojekt geschrieben, nämlich hier:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/Spree;art270,2583501