Schön lang: die Singlesprenger

Der Zweieinhalbminutenpopsong ist eine wichtige Kunstform: Teenage Kicks, Blitzkrieg Bop, Cemetery Gates. Doch manchmal ist länger auch schöner. Aber es ist nicht einfach, die Spannung zu halten. Hier die Elf der besten Songs mit zehn Minuten oder mehr (remember: strictly no Stairway To Heaven):
1. Kraftwerk: Autobahn 22:43 Minuten
2. Spacemen 3: Rollercoaster 17:24
3. Frankie Goes To Hollywood: Welcome To The Pleasuredome 13:41
4. Neu!: Hallogallo 10:07
5. Can: You Doo Right 20:19
6. Daft Punk: Too Long 10:00
7. Fela Kuti: ITT 2 13:43
8. Pink Floyd: Shine On You Crazy Diamond Part One 13:31
9. Harmonia: Sehr kosmisch 10:56
10. La Düsseldorf: Cha Cha 2000 20:01
11. Velvet Underground: Sister Ray 17:27
(Nervig ist, dass man bei iTunes dann meist das ganze Album kaufen muss. Ist das bei anderen Anbietern auch so?)

Autor: Markus Hesselmann

Tagesspiegel-Korrespondent Markus Hesselmann über Britisches, Allzubritisches aus der Metropole des Pop, des Fußballs, der Kunst und der Politik.

5 Gedanken zu „Schön lang: die Singlesprenger“

  1. The Doors – The End (in der 15:37 Fassung aus dem Hollywood Bowl)
    Blumfeld – Jenseits von Jedem (den Text kennt ich auch nach dem 100sten Mal noch nicht auswendig)
    Hier könnt ich noch Jazz einfüllen aber ich nehm doch ein paar Unter-10-Minüter.
    Underworld – Born Slippy (9:45)
    Tocotronic – Mystery Symphony (9:19, der längste Song der Tocos überhaupt!)
    Motorpsycho – Go To California (8:00, geile Soli)

    Und irgendwie auch was von Sigur Ros‘ unbetiteltem Album, aber die Songs bewegen sich immer. Glaub ich.

    Unser Geschmack drifftet arg auseinander, ne?

  2. I believe that via allofmp3.com and the sites that followed it that you can get single tracks, should you so wish 😉

    Hm, falsche Sprache. So was passiert, wenn man deutsch und englisch nebeneinander liest…

  3. @ d.z. bodenberg

    Ich wusste ja schon, dass vor 11 Jahren ein Verein zur Wahrung der deutschen Sprache gegründet wurde. Nicht, dass ich etwas dagegen hätte. Aber wie es halt so ist im Leben: alles lässt sich übertreiben. Das gilt für den Gebrauch des Englischen. Das gilt für das Einfordern von deutschem Sprachpurismus. Und das gilt natürlich auch für die Häufigkeit, mit der ich hier immer wieder meinen eigenen Senf nun eben auch noch dazugeben muss…

  4. @Thomas, @d.z.bodenberg: Gute Anregungen, danke, vor allem für den Link und das Blumfeld-Stück. Muss allerdings zugeben, dass ich noch nie von allofmp3 gehört habe und bei der Hamburger Schule schon nach der Kolossalen Jugend weitgehend das Interesse verloren habe. Offenbar beides Fehler.

  5. Wer Sätze wie “ Das Gitarrengefummel von Jimmy Page und die Gesangsglanzparaden von Robert Plant – ist das nicht eher Sport als Musik?“ formuliert, sollte vom Thema Musik in aller Form die Tastatur lassen und sich auf das Hören „seiner“ Lieblingsmusik beschränken – blinde und taube journalistische Grottenolme gibt es schon im Überfluss!

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