Big in Germany: Les Humphries und die anderen

Les Humphries ist tot (Nachruf hier). Er war einer aus der Reihe britischer Musiker, die im Motherland of Pop nicht weiter kamen und deshalb Big in Germany wurden. Roger Whittaker ist noch so einer, er sang dann ja sogar auf Deutsch. Oder Chris de Burgh, oder Barclay James Harvest. Robbie Williams droht ein ähnliches Schicksal. Und David Hasselhoff war auch mal Big In Germany. Er ist zwar kein Brite, aber insofern für das deutsch-britische Verhältnis wichtig, als sich auf der Insel hartnäckig der Glaube hält, alle Deutschen seien Hasselhoff-Fans. Schließlich habe Hasselhoff die Berliner Mauer mit dem Absingen von „I’ve been looking for freedom“ zum Einsturz gebracht (hier dokumentiert, O Schreck, bei der You-Tube-Durchsicht fällt mir auf: Der Mann hat auch Deutsch gesungen). Unsere Rache für solche Exporte: Boney M. Zu Frank Farians Attacke auf angelsächsische Geschmacksnerven hatte allerdings auch wieder Les Humphries beigetragen. Liz Mitchell von Boney M. hat zuvor bei den Les Humphries Singers geübt.

Autor: Markus Hesselmann

Tagesspiegel-Korrespondent Markus Hesselmann über Britisches, Allzubritisches aus der Metropole des Pop, des Fußballs, der Kunst und der Politik.

2 Gedanken zu „Big in Germany: Les Humphries und die anderen“

  1. Da brechen Marmor, Stein und Eisen und Beton. Zu The Hoff hat übrigens Moritz Volz sehr Einsichtiges auf seiner Homepage geschrieben (Vorsicht! Hörbeispiel): http://www.volzy.com/hoff.html
    Die Website des deutschen Fußballers vom FC Fulham ist sowieso klasse, er schreibt nämlich wirklich selbst und lässt sich im Gegensatz zu anderen Fußballern nicht einfach was von PR-Leuten zusammenstoppeln.

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